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Kikeriki Hühneralarm – 14.06.2026
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Kikeriki Hühneralarm – 14.06.2026

Wenn ich ein Huhn wäre ….

… würde ich vermutlich auf dem Neckartaler Freilandeier Hof der Familie Jenz in Unterensingen wohnen wollen.

Bei unserem Besuch an einem sonnigen Vormittag durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen und erfuhren dabei einiges über Hühner, Eier und die Arbeit auf dem Hof.

Gemeinsam mit Max Jenz ging es zunächst zum Stall. Bevor wir jedoch den Auslauf mit Stall betreten durften, bekam jeder Besucher Tüten über die Schuhe. Damit sollen keine Keime oder Krankheiten von außen eingeschleppt werden.

Drinnen war gerade Fütterungszeit. Die Hühner erhalten selbst hergestelltes Futter. Außerdem fressen sie kleine Steinchen. Da Hühner keine Zähne haben, helfen diese Steinchen im Muskelmagen dabei, das Futter zu zerkleinern.

Im Stall und auf den Auslaufflächen leben ausschließlich braune Hühner. Jeden Tag können sie ins Freie. Dort wird gescharrt, gepickt, nach Futter gesucht oder ein Sandbad genommen. Während unseres Besuchs waren viele Tiere genau damit beschäftigt.

Natürlich ging es auch um die Frage, die wohl jeder Besucher stellt: Legt ein Huhn jeden Tag ein Ei?

Nein. Für die Bildung eines Eis benötigt ein Huhn rund 24,5 Stunden. Dadurch verschiebt sich die Legezeit jeden Tag etwas nach hinten. Nach einigen Tagen entsteht automatisch ein Tag ohne Ei. Das bedeutet: Selbst ein gesundes Huhn legt nicht jeden Tag ein Ei.

Auch das Thema Licht spielte eine Rolle. In der Natur würden Hühner während der dunklen Wintermonate deutlich weniger Eier legen. Tageslicht beeinflusst den Legezyklus. Damit die Tiere ihren Rhythmus auch im Winter beibehalten können, wird mit zusätzlichem Licht gearbeitet.

Natürlich durfte auch gestreichelt werden. Eine „Henriette“ stellte sich dafür geduldig zur Verfügung. Wobei „die Henriette“ eigentlich nicht ganz richtig ist – auf dem Hof heißen die Hühner kurzerhand alle Henriette. Das macht die Sache deutlich einfacher und sorgte bei uns für einige Schmunzler. Dabei erklärte Max Jenz Verhaltensweisen der Tiere und beantwortete die weiteren Fragen aus der Gruppe.

Als die Hühner zufrieden vor sich hin gackerten, sagte er schmunzelnd, sie würden „singen“. Wer einige Minuten im Stall oder auch draußen im Auslauf verbrachte, konnte nachvollziehen, was er meinte.

Nach dem Stallbesuch ging es weiter zur Eiersortiermaschine. Dort konnten wir verfolgen, welchen Weg die Eier nach dem Legen nehmen. Erstaunlich war für viele, dass jedes Ei insgesamt dreimal in die Hand genommen wird, bevor es schließlich verkauft wird. Erst danach landet es im Eierautomaten oder an einer der zahlreichen Verkaufsstellen rund um Unterensingen.

Wer den Hof besucht hat, nimmt nicht nur Wissen über Hühner mit nach Hause. Man versteht auch besser, welche Arbeit zwischen einem gelegten Ei im Stall und einem Ei im Eierkarton steckt. Und genau deshalb schaut man beim nächsten Frühstücksei vielleicht etwas genauer hin.

Und weil ich den Artikel mit den Worten begonnen haben: „Wenn ich ein Huhn wäre, würde ich am liebsten auf dem Neckartaler Freilandeier Hof wohnen wollen“, möchte ich auch damit schließen. Nach unserem Besuch können wir sagen: Die Hühner haben es dort wirklich gut getroffen. Unser herzlicher Dank gilt der gesamten Familie Jenz. Man merkt schnell, dass hier alle an einem Strang ziehen – Max, seine Frau, die Kinder und seine Eltern. Gemeinsam kümmern sie sich nicht nur um die Hühner und die Eierproduktion, sondern auch um die Pferde, die auf dem Hof in Pension stehen. Vielen Dank für die Zeit, die Führung und die vielen Einblicke in euren Alltag. Wir haben viel gelernt und sind mit einem noch größeren Respekt für die Arbeit auf eurem Hof nach Hause gefahren.

Dieser Beitrag wurde in den Rubriken Allgemeines, Familienzeit veröffentlicht. Zuletzt von Sina Singer am: 16. Juni 2026 - 07:06 Uhr bearbeitet.

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