Zwischen Blütenzauber, Grachten, bunten Städtchen und Windmühlen

Nach der kurzweiligen Fahrt im bequemen Reisebus über Hunsrück und Eifel ein erster Tageshöhepunkt: Rotterdam. Einst eine kleine Siedlung ist Rotterdam heute mit seinen Hafenanlagen weltgrößter Warenumschlagsplatz auf dem Wasser. Eine geführte Stadtrundfahrt zeigt uns, was aus den Zerstörungen im II. Weltkrieg erwuchs: eine moderne, spektakuläre Architektur mit beeindruckender Skyline. Sie verlieh der Stadt mit ca. 650.000 Einwohnern den Beinamen „Manhattan an der Maas“.

Bei der Weiterfahrt nach Norden, vorbei an Amsterdam staunen wir über das dichte, top ausgebaute Straßennetz. So erreichen wir dann auch das sehr angenehme Standquartier-Hotel im ländlichen Norden zwischen malerischer, von Kanälen durchzogener Wiesen- und Waldlandschaft.

Wer denkt beim Wort Holland nicht auch an Käse! Also besuchen wir in Alkmaar den historischen Käsemarkt. Jeden Freitag wird hier die Tradition des Käsehandels mit den ca. 15 kg schweren Käselaiben im historischen Ambiente und Trachtenlook nachgespielt – ein Mordsspektakel.

Bei der Fahrt durch den wasserreichen Norden Hollands sehen wir sie dann, – die Windmühlen. Es gibt sie noch: ca. 900 von ehemals gut 10.000 dieser beeindruckenden Zeugen vergangener Zeit. Heute historische Denkmäler zwischen Wiesen, Kanälen und Tulpenfeldern, teilweise auch genutzt zur Wasserregulierung der vielen Kanäle. Die bunten Tulpenfelder: ein wichtiger Teil der niederländischen Gärtnereiwirtschaft und für uns Besucher ein Augenschmaus mit vielen „Ahs“ und „Ohs“.

Das Städtchen Volendam präsentiert sich uns als Bilderbuch-Holland mit kleinem Hafen, Ziehbrücken und herausgeputzten, farbenfrohen Häusern. Am Markermeer, einem Teil des von der Nordsee abgetrennten IJsselmeers fahren wir noch über einen Damm ins hollandtypische Dörfchen Marken.

Zwischen Amsterdam und Den Haag im Zentrum der Tulpenroute haben sich 8.000 Betriebe auf Blumenzucht und -handel spezialisiert. Im Frühling verwandeln Millionen Tulpen und andere Frühblüher das Gartengelände des Keukenhofs in ein gigantisches Blumenmeer. Das prächtige Panorama in Parkanlagen, Beeten, Pavillons und Gewächshäusern verzaubert alljährlich unzählige Besucher. Besonders begeistert hat uns das prachtvolle Orchideenhaus. Am Nachmittag nochmals ein Blumenhöhepunkt: 2½ Std. lang begeistert uns der Zauber des Blumenkorsos mit fantastischem Blüten-Prunk- und Themenwagen und prächtigen Blaskapellen.

 

Dann Amsterdam, größte und Hauptstadt der Niederlande. Mit sachkundiger und humorvoller Führung begleitet uns Constanze per pedes durch das historische Stadtzentrum mit seinen alleenartigen Kanälen, den Grachten und der beeindruckenden Architektur aus dem 17./18. Jh. Eine Bootsfahrt auf den Grachten Amsterdams – auch Venedig des Nordens genannt – vorbei an vielen individuell gestalteten Hausbooten, durch Brücken, entlang prächtiger Häuseralleen rundet das Bild der multikulturellen Stadt ab. Was uns ganz besonders in Amsterdam aufgefallen ist: das Heer der Radfahrer auf breiten Radwegen,; daneben schmalere Gehsteige. Wenn nun wir „unwissenden“ Gruppen-Fußgänger-Touristen es wagen, die schönen, breiten Radwege zu benutzen, dann klingeln die rasenden Radler uns Fusstouris stracks auf die Gehsteige. Wir haben’s mal lachend, mal schimpfend überlebt. Übrigens, die Holländer fahren alle ohne Helm.

An unserem letzten Holland-Tag begleitet uns Constanze nach Den Haag; die Stadt ist Regierungssitz der Niederlande, königliche Residenz, Sitz des Internationalen Gerichtshofes, vielen internationalen Institutionen und Botschaften. Die Führung durch das Zentrum mit dem historischen Gebäudekomplex des Parlaments und der Regierung, umgeben von supermodernen Hochhäusern ist beeindruckend. Fast in Vorortnähe Den Haag’s das Seebad Scheveningen mit seiner leider in die Jahre gekommenen 400 m langen Seebrücke.

Am Nachmittag besuchen wir in Delft die königliche Porzellanmanufaktur. Die Führung zeigt uns das Herstellen und die Schauräume des seit 350 Jahren hergestellten weltberühmten Delfter Porzellans mit den blau-weißen Fayencen.

Auf der Heimfahrt dann noch ein Halt in Kevelaer am Niederrhein; die Stadt ist größter Marien-Wallfahrtsort Nordeuropas mit schönem Stadtkern, Kirchen und Kapellen.

Alle 39 Holland-Besucher/innen nehmen von den Tagen in den Niederlanden einen Rucksack voller Erlebnisse und Eindrücke mit nach Hause. Erleben, Entdecken, genießen; schöne, bleibende Erinnerungen sind das Fazit der gelungenen Reise. Ach ja, was noch fehlt: das Wetter – ganz einfach prima! Genau frühlingsrichtig. Die Schirme blieben im Koffer. Und das Kulinarische? Für alle gab’s die richtigen Gaumenfreuden!

Und zum Schluss an dieser stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön an Holland-Organisator Wolfgang und an Max, unseren „Bequem-Busfahrer“.